24
Feb 13

What I do: Entrepreneur – Investor – Coach

Most succesful startup entrepreneurs evolve into angel investors. In theory it is simple: Investing some cash, sharing experience and their address book for a healthy return of investment.

There is one problem: In order to be a successful angel investor, you need to assign a lot of capital to this – in my view roughly 2 M Euro minimum. These days quite a number people with less capital available are prepared to make a loss in exchange for being part of the game and being listened to.
Some people with enough capital have evolved into shrewd investors with an ability to make a sufficient number of great bets to be successful. Currently I don’t consider myself an angel investor. This may change.

At the moment, I simplify my life by keeping things separate. I enjoy being an entrepreneur, an investor and a coach to other entrepreneurs. Each is a separate activity.

As an entrepreneur, I enjoy building companies: executing fast, working with great international people and sometimes changing the world a bit on the way. Since the sale of Qype to Yelp, I focus on 9flats and avocadostore. Avocadostore grew 5x in 2011, 2x in 2012 and will do 2x growth in 2013, and is profitable.

9flats is currently growing much faster. While the space is ultra competitive, we are simply blown away by the growth, currently 3x year on year (February 2013). I still invest most of my time here.

As an investor, my primary goal is not to lose money and to make my investments grow in the long run. I am quite risk averse. I don’t invest if I can’t see the return.

As a coach, I enjoy helping other entrepreneurs. This can be quite a deep dive in work and life issues. I have set 4 hours per week for coaching. While I do charge for this, I find that the satisfaction of sharing experience and helping others outweighs the financial benefit by far.


23
Feb 11

9flats.com

For the past couple of weeks we have worked in a distributed team in 9 different locations around the world. Have a look and enjoy.

Later today we are going to reveal our secret headquarters…


25
Jan 11

Copycats

Ich habe mich oft gefragt, wie Menschen wie Tilo Sarrazin so werden, wie sie sind. Ich glaube, ich habe jetzt etwas Ahnung davon bekommen. Man sagt etwas im Interview, wird leicht missinterpretiert, und stellt fest: Wow, das knallt ja richtig. Jetzt gibt es zwei Wege: Entweder man macht den Sarrazin und verstärkt und polarisiert das gesagte und wird reich. Selten habe ich so viele Anfragen als Keynote Speaker und für Interviews bekommen wie in den letzten Tagen, als die Wirtschaftswoche-Geschichte erschien, aber auch schon vorher als ein Interview von mir bei Joel von der Gründerszene als Schlagzeile in der Financial Times Deutschland auftauchte.

So als Anti-Samwer würde mir wahrscheinlich demnächst einen Platz auf der Couch von Maybrit Illner sichern. Oder so. Buch Bestseller (Stephan “Günther O.” Uhrenbacher: Die Abkupferer” garantiert.

Leider ist es nicht so einfach:

Die zuletzt bei Groupon ganz hervorragend aufgegangene Strategie der Brothers S. ist zu allererst Zeugnis für eine absolut brilliante Umsetzungspower, mit der sie geschaft haben, schneller zu wachsen als das Original. Darauf können sie mit Recht stolz sein, und ich werde sie dafür nicht von der Seite anpinkeln.

Alle Beteiligten sind dabei reich geworden. Die Samwers noch mehr als vorher, Chapeau!. Groupon aber auch sonst hätten sie eine dramatisch langsamere Wachstumsstory und würden beim Börsengang einen dramatisch niedrigere Bewertung realisieren, und auch die beteiligten Investoren. Ich arbeite aktiv mit eVenture zusammen, die als einziger Fonds weltweit gleich in drei  Groupon Clones investiert waren, die jetzt an Groupon verkauft wurden: in Deutschland, in Japan und in Russland. Auch der Standort Deutschland, vor allem Berlin profitiert unglaublich durch die Samwers:  Berlin ist eCommerce Hauptstadt Deutschlands nicht wegen Subventionen, sondern wegen des Samwer-Ökosystems aus Alando, Jamba, Rocket etc. Das ist super für den Standort Deutschland.

Wie kommt es dann zu dieser Schlagzeile?

Ich habe viel Kontakt zu Absolventen von Elite Unis und habe erschreckend oft festgestellt, dass da tolle Talente sitzen, die ausschliesslich auf das Next big thing aus USA warten, um da schnell drauf zu springen. Keinerlei eigene Kreativität. Und das ist schade. Wenn es statt zwei Groupon-Clones auf einmal 25 gibt, dann heisst das, das mindestens 23 – manchmal tolle – Teams aufs falsche Pferd setzen, als mal etwas Neues zu wagen. Wenn VCs nur noch Modelle finanzieren, für die es euphemistisch gesagt einen “proof of concept” gibt, d.h. ein erfolgreiches US-Vorbild, dann läuft da was falsch.

Das wollte,  und werde ich in Zukunft mit solchen Interviews gerne weiter sagen. Die Amerikaner sind weltweites Vorbild vor allem im Bereich “Business Model Innovation”. Da wir schon immer zuerst geleast, was vorher gekauft wurde; shared was vorher besessen wurde, und so weiter. Klar macht es Sinn das zu übernehmen, und es ist eine wunderbares Geschäftskonzept, systematisch das schnell hier hochzuziehen, was funktioniert. Wir brauchen aber auch hier mehr Menschen, die sich in die Bedürfnisse der Kunden reinversetzen können, und da was neues draus machen. Qype ist tatsächlich so entstanden, so unglaubwürdig das klingt. Avocadostore hat kein US Vorbild.Gleichzeitig  bin an mehrere Unternehmen beteiligt, die als Ziel haben, durch bessere Umsetzung schneller zu wachsen, als ein Vorbild.Es braucht für einen guten Standort beides: exzellente Umsetzungspower, und zwischendurch auch mal eine gute Idee.


16
Sep 10

Entrepreneur in Residence

In letzter Zeit treffe ich einige Leute, die mich fragen: „was machst Du eigentlich?“
Der entsprechende Facebook-Status würde wohl lauten „it‘s complicated“, weil es nicht in einem Satz zu sagen ist.

Einerseits bin ich nach wie vor ein aktiver Gesellschafter und Beirat bei Qype, wo ich im Sommer kurzfristig auch im Produktbereich betreut hatte. Gleichzeitig habe ich den Wechsel zum neuen CEO Ian Brotherston begleitet.

Andererseits bin ich „Executive Chairman“ bei Avocadostore. Ein gutes deutsches Wort fällt mir für diese Tätigkeit nicht ein. Ich habe die Firma gemeinsam mit Philipp Gloeckler gegründet, vorfinanziert, noch einige Investoren dazugeholt und bin einige Tage im Monat direkt im Unternehmen, um Philipp zu unterstützen.

Meine Zelte aufgeschlagen habe ich aber neuerdings als „Entrepreneur in Residence“ bei BV Capital / eVenture in Hamburg.

Wie so oft, ist diese Tätigkeitsform in Deutschland kaum bekannt, daher einige Worte dazu: Ein Entrepreneur in Residence (EIR) unterstützt einen VC bei der Identifikation von herausragenden Unternehmer, gibt Input und erhält gleichzeitig Zugang zur Denkweise der Investoren. Es lässt sich vor allem in den USA durchaus ein Trend ausmachen, dass Top Serial Entrepreneurs auf Zeit zu Top VCs gehen.

Ein relativ prominentes Beispiel für EIR ist Marten Mickos, der Gründer von MySQL, als EIR bei Index Ventures. Das Beispiel Marten zeigt auch, dass der Grad gegenseitiger Verpflichtung beim Modell EIR gering ist. Martin war als EIR bei Index Ventures, und ist danach bei Eucalyptus eingestiegen, an dem BV Capital beteiligt ist.

Noch ein paar Worte zu BV Capital / eVenture:

BV eVenture ist ein Team, das in USA und Europa in innovative  Internet Modelle investiert. Die neuesten Fonds sind BV Capital III fuer die USA und eVenture I fuer Europa/Osteuropa, die beide vom gleichen Team gemanagt werden. Das BV Team investiert seit über 10 Jahren in Silicon Valley und ist seit ca 2 Jahren mit dediziertem Europa Fonds eVenture hier nun auch stärker aktiv.

In einer internen Diskussion zur eigenen Positionierung sagte kürzlich einer der Leute im Büro: „Wir sind eher hands-on, unternehmerisch geprägte Investoren ohne Ego-Problem“ Letzteres ist mir am wichtigsten. Fokus sind Frühphaseninvestments im Fenster zwischen Angels und den „großen Fonds“, die mindestens 4 Millionen investieren müssen. Beispiele einiger Investenments sind in Europa: Citydeal/Groupon ; Darberry/Groupon; Kaufda und natürlich Myfab; aber auch „hot topics“ in den USA aus USA wie Eucalyptus (open source cloud computing).

Für mich ist neben dem exzellenten Track Record von BV / eVentures in Kombination mit der “kein Ego-Problem”-Thematik auch spannend, dass ich vor der Haustür in einen internationalen VC eingebunden bin, wo ich viel Neues sehen werde. Life long learning.


21
Apr 10

Die wirkliche Bedeutung des iPad

Als das iPad vor 3 Monaten präsentiert wurden, waren die Web-Propheten wenig begeistert. Kein Flash und so weiter. Jetzt ist es der große Hype. In spätestens 3 Monaten werden wir das Android Pad haben und nächstes Weihnachten haben die Massen ein Gerät von Medion. Aber immer noch hat kaum jemand verstanden, was da passieren wird.

Meine These: In der selben Art und Weise, wie das iPhone endlich den Durchbruch bei der Internet-Nutzung unterwegs geschafft hat, bringt uns das iPad vom Schreibtisch auf die Couch.

Ich habe kürzlich zuhause einen Downgrade vorgenommen: Vom 17″ Notebook zum 13″ Macbook pro. Dadurch hat sich mein Surf-Verhalten vollkommen geändert. Arbeit, die Konzentration erfordert, Dinge die ich erledigen muss, erledige ich am Schreibtisch.

Wenn ich entspannt rumsurfen will: Top Gear schauen, mit den Kindern nochmal Maus sehen, oder auch bei eBay nach altem Fischertechnik suchen: Das mache ich auf dem Sofa.

Das hat ganz viel mit dem guten alten Entspannungsritual zu tun.

Ich glaube genau das wird das iPad erreichen: Eine neue Nutzungssituation bei der alles zusammen kommt: Ein kleines, handliches Gerät, WLAN überall, und vor allem ein Touch Screen mit toller Benutzeroberfläche.

Die Konsequenzen daraus kann man zum einen natürlich aus den iPhone Apps extrapolieren. Schönes neues Surf-Erlebnis, Lesen, Video schauen.

Für den eCommerce wird sich dadurch aber auch etwas ergeben: Suchaufträge mache ich immer noch am Schreibtisch. Das wird in Zukunft auch so bleiben. Wenn ich weiss was ich will, wenn ich es schnell brauche, dann wird das schnell vom Schreibtisch aus erledigt.

Aber wenn ich nicht weiss, was ich will, wenn ich stöbern will, ähnlich wie früher im Versandhauskatalog, dann nehme ich das iPad.

Und noch etwas: Die IPTV Propheten, die seit 15 Jahren irgendetwas von Konvergenz faseln, sind endgültig am Ende. Der Fernseher als zentraler Mittelpunkt existiert noch. Wenn man wirklich mal was gemeinsam sehen will.

Aber wer einmal versucht hat, einen Internet-Screen auf dem Fernseher mit Remote Keyboard oder Fernbedienung zu bedienen, der weiss: Sobald jeder für ein paar Hundert Euro das ganze Geschehen buchstäblich in der Hand haben wird, wird die Interaktion in der Hand sein. Ein iPod für jedes Familienmitglied zum individuellen Sehen und Blättern. Wenn man wirklich alle das gleich wollen um nachher mitreden zu können – von DSDS bis zum Tatort, dann wird es die Glotze bleiben. Aber Einkaufen am Fernseher – noch nicht mal Oma.

Ach ja, die Zahlen auf dem Chart oben: Das ist meine Schätzung. Definitiv genauer als alle Trendforscher zusammen.