I know you all expect something here about VCs, entrepreneurship, Green stuff etc.
However, I was so amazed by flightradar24.com, that I had to share it. Wait a minute until the picture refreshes. Wow.
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Die Kosten für Ihren Datenverkehr haben 17 Euro überschritten.
Die Kosten für Ihren Datenverkehr haben 34 Euro überschritten.
Die Kosten für Ihren Datenverkehr haben 51 Euro überschritten.
Im Sekundentakt kamen neue SMS auf mein Handy. Nach telefonischer Nachfrage waren es 150 Euro. Soviel habe ich letztendlich bezahlt um eine Viertelstunde lang Emails auf meinem Blackberry zu lesen. Warum? Ich war in New York. Im Netz von T-Mobile, meinem Provider.
Damit war das Fass übergelaufen. Es ist erst ein paar Monate her, dass in Europa ein Deckel auf die ausufernden internationale Data Roaming Gebühren kam, und die Mobilprovider für rund 12 Euro am Tag (!) Daten anbieten. Das hat mir beim Blackberry aber auch nicht geholfen. Ruckzuck waren es immer wieder 200 Euro Datenverkehr, wohl beim Datenabruf von Anhängen. In Europa. Wohl wegen irgendwelcher Blackberry Sonderwuchertarife.
Auf meinen Hilferuf kam von @ulihegge über Twitter das Zauberwort:
MIFI
genauer gesagt:
MiFi 2352 Intelligent Mobile Hotspot (For HSPA Networks, Black)
Ich habe es mir für rund 240 Euro bei Amazon bestellt und jetzt ausprobiert:

Sa-gen-haft.
Mifi ist ein W-LAN-Router für unterwegs. Datenkarte rein, und Ruckzuck kommen bis zu 5 Geräte (Computer, iPhone, iPod, Blackberry) über WLAN ins Netz. Der Router hat einen Akku, der 4 Stunden halten soll, und ein Mini-USB-Netzteil. Funktioniert hier in Deutschland im ICE gerade super.
Der Riesen Vorteil: ich kann jederzeit eine lokale prepaid Datenkarte für England, Frankreich, oder die USA kaufen und dann für 10 oder 20 Euro mehr oder weniger unbegrenzt surfen. Mit dem T-Mobile iPhone kann ich das nicht. Und mit dem Blackberry ohne WLAN schon gar nicht.
Ich persönlich löse damit nicht nur ein Kostenproblem, sondern eine Reihe anderer Probleme.
Einzige Nachteile: Der Akku-Deckel könnte ein bisschen besser verarbeitet sein. Und: wenn der Akku leer ist, ist er leer.
Mein iPhone habe ich jetzt endgültig gegen einen iPod Touch eingetauscht.
Link zu Amazon: MiFi 2352 Intelligent Mobile Hotspot (For HSPA Networks, Black)
Avocado Store (http://avocadostore.de) ist eines der Projekte, die ich ausserhalb meiner Arbeit bei Qype mit anschiebe. Ich habe hier Geld reingesteckt, gleichzeitig arbeite ich hier auch mit. Mehr Hintergrund dazu hier im Interview bei Deutsche Startups.
Die Essenz von Avocado Store:
Avocado Store will eine Anlaufstelle sein für Alle, die sich bewußt sind, dass wir durch unseren Konsum nicht nur die Dinge im Kleinen verändern können, sondern dass wir durch Konsum auch Signale setzen, die auf Andere abstrahlen. Das sind viele Menschen, viel mehr als die früheren Ökos und später die Lohas. Es gibt eine Vielzahl von Produkten, die sinnvoller hergestellt werden, als die Produkte die wir alle kennen. Das reicht von der Boxer Short aus fair gehandelter Biobaumwolle bis zum Designer-Bürostuhl der wenn er kapputt ist, nach Cradle-to-Cradle Standard wieder zu einem neuen Bürostuhl gemacht werden kann. Die meisten Menschen wissen jedoch nicht, dass es diese Alternativen gibt, oder wo man die kaufen soll.
Wir bieten den vielen kleinen und großen Händlern für umweltfreundliche oder ökologisch sinnvolle Produkte eine Plattform mit der sie zum ersten Mal die Zielgruppe derjenigen erreicht, die sich für solche Produkte interessieren. Bislang sind diese Produkte entweder versteckt in herkömmlichen Versandhändlern oder eben nur vor Ort zu bekommen.
Idealerweise helfen wir mit, die Nachfrage nach diesen Produkten so zu aggregieren, dass die Preise hierfür sinken können. Im Food-Bereich haben Firmen wie Allnatura bewiesen, dass das geht.
Avocado Store wird die glaubwürdige Adresse für sinnvolle Produkte sein.
hier ein Lesehinweis für den geneigten deutschsprachigen Unternehmer:
Dirk Freise, ein Freund und Unternehmer aus Hamburg erkärt, warum das Buch “The Second Bounce of the Ball” von Ronald Cohen extrem lesenswert ist. Bei mir liegt es schon lange auf dem Nachttisch…
http://buecherfuerunternehmer.de/2010/02/second-bounce-of-the-ball-von-ronald-cohen/
Irgendwie hat die VC- und Startup-Szene oft was mystisches. Als ich noch nicht sooo erfahren in Gründungsdingen war, empfand ich es als ganz schönen Hemmschuh, nicht genau bescheid zu wissen, wer wen finanziert.
Damals, 2005, bin ich noch wie wild durch die Republik gereist, um selber die richtigen Angels zu finden. Teilweise auch mit tatkräftiger Unterstützung von b-to-v oder Catcap. Aber ich hatte viel Zeit damit aufgewendet, die ich lieber ins Produkt gesteckt hätte.
Wer sind die Angels? Wer sind die richtigen Ansprechpartner bei den VCs?
Wer mit Wem, Warum?
Von daher finde ich es sehr gut, dass Gründerszene etwas Transparenz in das Thema bringt. Bei der Gründerszene Datenbank sind die Informationen vor allem über Investoren deutlich besser gepflegt. Ich hoffe, dass das Projekt sich so gut weiter entwickelt, wie es gestartet ist. Es gab bislang schon Versuche wie http://www.startupwiki.org, die ich gute Ansätze zeigen, aber die zumindest im Fall Qype nicht so exakt sind. Und in Sachen Investoren oft leer. Also ist die Gründerszene Datenbank ein Schritt in die richtige Richtung.
Ich bin seit einiger Zeit begeistertes Mitglied der Entrepreneur Organisation (EO). EO ist ein Netzwerk von Unternehmern, die gegenseitig von Einander lernen. Das ganze geht nur auf Einladung, und ist an bestimmte Kriterien gebunden (Mindestumsatz und so weiter). Wer Mitglied werden möchte, kann sich einfach an ein aktives EO Mitglied wenden. Manche EO Veranstaltungen sind auch öffentlich.
»» continue » Veranstaltungshinweis: Entrepreneurship in Hamburg am 19.11.09
Kürzlich habe ich das Buch “Cradle-to-Cradle” gelesen, das international ein Bestseller ist. Brad Pitt wurde zitiert mit “eines der drei wichtigsten Bücher, die ich gelesen habe”.
Michael Braungart tritt engagiert gegen die Verzichtsethik der deutschen Nachhaltigkeitsbewegung auf. Er setzt gegen das existierende Paradigma der Öko-Effizienz (“weniger Schadstoffe, weniger Ressourcen, weniger Menschen”) ein völlig neues Paradigma, das der Öko-Effektivität: Gebraucht, produziert, aber die richtigen Dinge!
Braungart tritt laufend öffentlich auf, provoziert gern.
Michael Braungart: Why Less Bad Isn’t Better? from The DO Lectures on Vimeo.
Mir scheint, Michael Braungart ist international deutlich bekannter als in Deutschland. Mich beeindruckt besonders: Er tut was und redet nicht nur darüber. Und er weiss viel. Er hat Philips,Trigema, Unilever und Henry Miller beraten und mit ihnen Produkte entwickelt, die nicht nur weniger, sondern keine Schadstoffe enthalten. Flugzeugsitze, die man essen könnte, theoretisch zumindest. T-Shirts, die wirklich kompostierbar sind.
In der Taz findet sich ein sehr guter Beitrag über Braungart. Hier kommen auch Kritiker zu Wort.
Man kann die Diskussion so zusammenfassen:
Weniger Schadstoffe sind besser als viele Schadstoffe, sagen die Nachhaltigkeits-Vertreter. Das geht Braungart nicht weit genug – ich finde “weniger Schadstoffe” dennoch einen richtigen Schritt auf dem Weg.
Braungart setzt dagegen: Mit etwas mehr Nachdenken gar keine Schadstoffe zu produzieren, sondern wirklich in Kreisläufen zu denken, und das ist meines Erachtens mehr als ein Utopie, sondern das einzig sinnvolle Ziel.
Es wird viel über Unternehmertum in Deutschland geredet, oder besser gesagt, den Mangel daran. Kürzlich war ich in Berlin auf einem Panel von Techcrunch auf dem neben der allfälligen Frage, “Wie komme ich an
Venture Capital”, auch die Rede auf das Thema Unternehmertum kam.
Markus Berger de Leon von Jamba war es, der das Thema Praktikum aufbrachte. Praktikum ist ja spätestens seit der gleichnamigen Generation ein Schimpfwort. Aber Markus hat Recht: Die meisten erfolgreichen Gründer haben zuvor mindestens ein Praktikum im Startup Umfeld absolviert. Denn man kann lange an der Uni über Entrepreneurship lernen, es geht um unternehmerische Praxis. Während ich dankbar bin für die Management-Erfahrung, die ich durch ein paar Jahre im Konzern erworben habe, hätte es mich extrem weiter gebracht, wenn ich früher auch andere Unternehmer kennen gelernt hätte.
Das Angebot: Entrepreneur Internship Program
Wir bauen – wie im letzten Post angerissen – im Moment drei Startups auf. Jedes der Gründerteams (eines gibt es schon) wird schrittweise Personal aufbauen, aber in der ersten Phase geht es immer auch um um Marktforschung, Business Pläne, Geschäftspartner überzeugen, Web Seiten aufbauen, Produkttests, PR. Es wird Wachstum geben, Entscheidungen, Erfolge und Rückschläge. Dazu viel Detailarbeit. Alles, was zum Unternehmerleben dazu gehört. Im Moment können wir Menschen anbieten, in der spannendsten Phase eines Unternehmens dabei zu sein. Als Praktikant.
Standort ist Hamburg.
Was muss man als Unternehmer lernen?
Man muss als potentieller Gründer lernen, Risiken einzugehen. Im Wettbewerb zu bestehen, das heißt zu siegen, und das bedeutet auch kämpfen. Die Wachstumsschmerzen von Unternehmen zu erleben, ist was ganz anderes, als darüber zu lesen. Die Spannung zu erleben, ob der Kunde zusagt und die Freude über einen gewonnen Auftrag kann man nicht anders erfahren. Der potentielle Gründer sollte auch sowas wie Durchhaltevermögen erwerben. Auch das geht besser im Praktikum als beim Lesen einer Biographie von Steve Jobs.
Erfahrungswerte
Wenn ich mich an die vielen Leute erinne, die ich als Praktikanten kennen lernte, gibt es eine auffällige Regel: Diejenigen, die Praktikanten in meiner Konzernzeit waren, gingen später als Angestellte in größere Unternehmen. Auch aus Startup-Praktikanten wurden oft Angestellte im selben Unternehmen. Aber überraschend viele Praktikanten und Mitarbeiter, die ich in den Startups kennen gelernt habe, wurden später irgendwann einmal Unternehmer.
Voraussetzungen:
Wir suchen Praktikanten, die mindestens 6 Monate dabei sein wollen.
Wir suchen Menschen, die was bewegen wollen. Mit Geschäftssinn. Menschen, die entscheiden wollen und können. Offen für Neues, im Team arbeiten, wollen. Sich schnell auf neue Situationen einstellen können.
Durchhaltevermögen haben. Lernen wollen. Begeisterungsfähig sind.
Tipps zur Bewerbung bei uns
Wachablösung von Cem Basman. Wie immer wunderbar geschrieben. Noch inspirierender finde ich übrigens seinen Beitrag Schlüsselübergabe, in dem Cem in beeindruckender Weise schildert, wie man ein Unternehmen idealerweise übergibt.
Im Moment steht das Thema CO2-Ausstoß im Mittelpunkt und gerade eben wissen wir, dass in der EU, wohl auf Druck der deutschen Autohersteller, ein schöner windelweicher Kompromiss gefunden wurde: Die EU-Klimaziele wurden schön aufgeweicht. Selbst 2014, das ist in sechs Jahren (!) sollen nur “80% der Fahrzeuge auf durchschnittlich 120 g CO2/km” kommen. Das ist das ist das mathematisch weichste Durchschnittsmodell, das ich kenne. Aber immerhin noch kräftig Zeit, um ein paar Cayennes und Q7 zu verkaufen, die dann nicht in den Durchschnitt reingerechnet werden.
Aber zum Thema:
Feinstaub
Das Thema Feinstaub und Ruß von Dieselmotoren geht demgegenüber in der Diskussion unter. Sollte es eigentlich nicht, denn Dieselruß ist sehr schädlich (eher für den Menschen direkt als für die Atmosphäre), Autos werden so lange genutzt, wie noch nie und Rußfilter gibt es noch nicht sehr lange. Vor einem Jahr betrug das Durchschnittsalter der Autos in Deutschland 8,1 Jahre, ich bin mir sicher, dass es in den nächsten Jahren angesichts der Finanzkrise massiv steigt. Es ist vom Ressourcenverbrauch her ja wünschenswert, wenn etwas länger genutzt wird, also macht Nachrüsten auf das technisch Mögliche Sinn.
Selbstversuch
Unser Diesel-Familien-Touran stieß beim Beschleunigen trotz Niedrigst-Laufleistung doch sichtbare Rußwolken aus. Als er vor dreieinhalb Jahren vom Band lief, gab es von VW noch keine Rußfilter dafür.
Also Umweltgewissen eingepackt, bei VW einen Original-Partikelfilter nachgerüstet. Kostet 700 Euro inklusive Montage, irgendwie soll es 350 Euro bei der Kfz Steuer zurückgeben, Öko-Konsum für’s gute Gewissen also.
Leider nicht so ganz nachhaltig, das gute Gewissen: Im reinen Stadtbetrieb als Kindergarten-Shuttle steigt der Verbrauch locker um einen Liter Diesel. Also: 50% weniger Ruß gegen 15% mehr CO2. Hilft nur: noch weniger fahren.
Bin mal gespannt, wann es Rußfilter für LKW gibt.